270. Gedenkfeier der Schlacht von Culloden Moor

Es war der Morgen des 16. Aprils im Jahr 1746. Nach einem Nachtmarsch nach Nairn stieß die schottische Armee, unter Führung von Charles Edward Stuart, am Culloden Moor auf die englische Armee geführt vom Duke of Cumberland. Zum letzten Mal kämpften die ca. 5400 Jakobiter gegen die ca. 9000 englische Soldaten seiner Majestät König George II.
Doch durch den langen Marsch, die schlechte Verpflegung und schlechte Planung waren die Jakobiter soweit geschwächt, dass sie keine Chance gegen die Musketen und Kanonen des englischen Heeres hatten.
Diese Niederlage war das Ende der schottischen Kultur für fast 80 Jahre.

Heute noch gedenkt man dieser Schlacht und seiner Opfer. Um den Opfern zu gedenken, findet man im Moor bei Culloden einen Gedenkstein und ein modernes Museum.

P1000729

Zu der 270-Jahr-Feier der Schlacht am Culloden Moor trafen sich 7 Mitglieder unseres Vereins in Schottland, um dort ebenfalls an der Gedenkzeremonie teilzunehmen. Alleine waren sie dabei nicht. Ca. 1000 weitere Teilnehmer aus Schottland, England, USA, Deutschland und Kanada gingen in einem Trauermarsch den Weg vom Museum bis hin zum Gedenkstein.

P1000711

 

Dort wurde auf der alten Sprache der Schotten, Gälisch, ein Gebet gesprochen. Der Vorsitzende der Gaelic Society of Inverness hielt eine Rede und referierte über die Schlacht und die Menschen die dabei fielen. Jeder der einen Blumenkranz dabei hatte, konnte vor das Mikrofon treten und ein paar Worte sagen und den Kranz am Gedenkstein niederlegen. Nach einem äußerst schönen und ergreifenden Lied auf Gälisch, welches einem eine Gänsehaut bescherte, gab es abschließend ein weiteres Gebet auf Gälisch.

IMG-20160416-WA0005

 

Danach löste sich die Gedenkgesellschaft auf. Viele wanderten die Jakobiterlinie auf dem Schlachtfeld nach und gedachten den gefallen Clanmitgliedern.
Wir nutzen die Gunst der Stunde und knüpften Kontakte zu anderen Jakobitern. Viele Teilnehmer waren überrascht, dass wir als Deutsche auch dort waren.

Abends ging es nach Inverness, wo wir an den offiziellen Feierlichkeiten teilgenommen haben. Es wurde getanzt zu guter Musik der Band Schiehallion. Gegessen und getrunken wurde in sehr guter Gesellschaft. Wir haben dort viele Leute kennen gelernt.

Es war ein sehr bewegendes Event, dass für viele von uns ein persönliches Highlight war. Es war ergreifend in unserer Gewandung an dem Ort zu stehen, an dem sich die Geschichte, die wir darstellen, ereignet hat. Es gab viel Zuspruch was unsere Darstellung angeht – was mich persönlich am meisten gefreut hat.

In 5 Jahren gibt es das nächste Jubiläum und wir wollen wieder vor Ort sein!

Eine Foto-Galerie zu diesem Artikel findet Ihr hier.