Schotten am Niederrhein

Am Samstag (15.06.2013) sind die Friends of Scotland Region Aachen e.V. zum Schottischen Festival Xanten 2013 gefahren. Wir haben uns sehr auf diesen Termin gefreut, doch dann bekamen wir die Nachricht, dass unser Chief, der in Edinburgh wohnt, zu der Zeit in Deutschland ist und auch mitkommt. Wir haben uns sehr gefreut, auch wenn es für Tijl, der in Schottland wohnt, paradox ist in Deutschland ein schottisches Festival zu besuchen.

Morgens machten wir uns dann mit 6 Mann auf. Wie es sich gehört sind wir natürlich im Kilt hingefahren. Was wir vorher nicht wussten, uns aber sehr gefreut hat ist, dass Kiltträger gratis eingelassen wurden. Der Festplatz war schön gestaltet um die Mitte, wo alle Vorführungen stattfanden waren in einem großzügigen Kreis alle Verkaufs und Verpflegungs Stände angelegt. Natürlich wurde auch Haggis angeboten, wo wir alle direkt mal zu geschlagen haben. Ein anderer Stand, eine deutsche Mikrobrauerei, bot ein schottisches Ale an welches Sie Lowlander nannten. Es war ein sehr leckeres und angenehmes Ale. Wir haben dazu noch einige andere Stände erkundigt bei denen man allerlei schottisches, von Kleidung bis zu Souvenirs kaufen konnte. Nachdem wir uns alle Stände und einige Drums and Pipes Bands angeschaut haben, haben wir uns der nicht schottischen Kultur Xantens zugewandt. Wir vom schottischen Festival zu sehr nahe gelegenen Innenstadt gelaufen um uns den Xantener Dom anzuschauen. In unseren Kilten waren wir eine kleine Attraktion. Im Dom selber haben wir uns die verschiedenen Baustile, Gotik und Romanik, genauer anschauen und miteinander vergleichen können.

Aber nach dem Dom haben wir uns das angeschaut wofür Xanten berühmt ist: Den Römer Park. der LVR hat dort ein sehr großes Gelände, auf dem eine Römer Stadt stand, hergerichtet und an verschiedene Stellen werden durch Ausgrabungen, Nachbauten und Restaurierungen das römische leben dargestellt. Sehr interessant waren das Theater, die Wallanlagen, die Tempel und das Bad. Es gab noch sehr viel mehr zu sehen und zu erleben und vor allem zu laufen, dann das Gelände ist riesig. Im Römerlager waren wir eine kleine Attraktion, denn mit unseren Kilten vielen wir auf wie bunte Hunde.

Nach dem wir die Römerstadt erkundet und als Nachfahren der Kelten standesgerecht eingenommen hatten, haben wir uns wieder auf den Heimweg gemacht. Wir hatten einen tollen Tag.

Ardbog Day 2013

Auch in diesem Jahr haben die Friends of Scotland Region Aachen e.V. wieder am Ardbeg Day, der dieses Jahr Ardbog Day hieß, teilgenommen. Letztes Jahr schafften es zwei unserer Mitglieder zum Ardbeg Day nach Bonn und hatten am Peaty Push teilgenommen alle Einzelheiten findet Ihr hier.

Dieses Jahr wurde der Ardbeg Day nach der Sonderabfüllung benannt, die extra für diesen Tag herausgegeben wurde. Jedes Jahr bringt Ardbeg eine Sonderabfüllung heraus, die immer um den 01.06. herum am Destillerie Feiertag, dem Ardbeg Day, herausgegeben wird. Diese Abfüllungen sind streng limitiert und meistens binnen zwei Tagen komplett vergriffen.

Nun aber zum Ardbog Day selber. Auch dieses Jahr machte die Ardbog Day Crew bei verschiedenen Ardbeg Embassys Station, bevor am letzten Standtort eine große Party gefeiert wird. Letztes Jahr schafften wir es leider nicht zur finalen Station in München, aber da dieses Jahr das Finale in Frankfurt war haben wir uns den Termin direkt markiert. Wir hatten dazu noch das Glück, das unser Mitglied Kai nicht allzu weit von Frankfurt entfernt wohnt und wir dort unser Nachtlager aufschlagen konnten. Vielen Dank nochmal dafür Kai.

Wir sind mittags pünktlich an der Ardbeg Embassy in Frankfurt angekommen und wurden sehr herzlich von der Ardbeg Crew begrüßt, durch unsere Kilte wurden wir auch direkt wieder erkannt. Zu Beginn stand eine kleine Aufgabe auf dem Programm, die wir erfüllen mussten. Wir wurden in Gruppen aufgeteilt und mussten den Veranstaltungsplatz suchen. Mit GPS Geräten ausgestattet konnte das Geocaching losgehen. Da der Ardbog gänzlich unter dem Thema Ausgrabungen und verlorene Schätze stand passte das sehr gut. Wir mussten uns von Hinweis zu Hinweis durcharbeiten bis wir den Veranstaltungsplatz erreichten. In unserer Gruppe hatten wir sehr viel Spaß.

Am Veranstaltungsort selber wo die Haupt Gaudi bald losgehen sollten wurden einige Spiele aufgebaut. Bei allen Spielen konnte man Ardbeg Münzen gewinnen, diese waren einen Euro Wert und man konnte diese in Ardbeg Whisky oder legere Speisen vom Grill investieren. Wir haben an allen Spielen Teilgenommen und sogar eines davon für uns entscheiden können. Da wir nur zu dritt waren haben wir noch zwei Mitstreiter aus unserer Geocaching Gruppe akquiriert. Wir fünf haben uns dann beim Traktorpulling so ins Zeug gelegt, dass wir die Bestzeit gelaufen haben, auch wenn Tim auf halben Wege ausrutschte und wir nur noch zu viert liefen, aber die meiste Zugarbeit haben unser Zugtiere Kai und Andreas S. geleistet. Zu diesem Sieg bekamen wir als Belohnung noch einmal 25 Ardbeg Münzen und Medaillen.

Um 19 Uhr wurde dann auch der neue Ardbog an uns ausgeschenkt. Der Whisky war ein Traum. Sehr rund und weich mit schönen Rauch, Torf und Salznoten. Der Whisky selber hat 52,1% und eine dunkle Bernsteinfarbe. Der Whisky wurde nicht kaltfiltriert und nicht gefärbt. Der Geruch war frisch, rund und ausgewogen. Dazu kamen Rauch, Torf, Salz bzw. Meer und eine leichte (wirklich nur eine sehr leichte) Fruchtigkeit. Der Geschmack war sehr ähnlich dem Geruch, aber viel intensiver dazu war der Whisky auch angenehm ölig. Im Nachgeschmack kamen Torf und Rauch gänzlich zur Geltung. Ein rundum gelungener Whisky. Abends spielte zur Unterhaltung der Teilnehmer noch einer echt gut Band. Wir hatten viel Spaß und freuen uns schon sehr auf das nächste Jahr und den nächsten Ardbeg Day. Vielen Dank nochmal an die Ardbeg Crew Ihr habt das toll gemacht.

Das Epochenfest 2013 war einfach super

Am Pfingstwochenende waren wir, die Friends of Scotland Region Aachen e.V., mit unserem Lager auf dem Epochenfest im Brückenkopfpark in Jülich vertreten. Auch letztes Jahr waren wir dabei, doch seit letztem Jahr sind wir ordentlich gewachsen und waren mit doppelt so vielen Zelten und Personen dabei. Dazu haben auch unsere Freunde vom Clan McConn mit ebenfalls vier Personen mit uns gelagert. Hinzu kommt noch, dass wir dieses Mal äußerst „a“ waren, denn unser Chief Tijl, der derzeit in Edinburgh (Schottland) wohnt, ist extra wegen des Epochenfestes eingeflogen.

Am Freitagmittag haben wir gemeinsam unser Lager aufgebaut und eingerichtet. Unser Lagerverantwortlicher und Chieftain Tim hat sich hervorragend darum gekümmert, dass die Zelte vernünftig aufgebaut und ausgerichtet wurden. Als nachmittags das Lager stand und wir uns eingerichtet hatten, entzündeten wir ein gemütliches Lagerfeuer und freuten uns auf das Wochenende. Aber wie es immer ist fing es an zu regnen und wir haben uns erst mal alle ins Küchenzelt gedrängt um nicht nass zu werden während sich unser Chief und unser Chieftain darum kümmerten, dass wir in den nächsten Tagen nicht verhungerten. Der Regen hat aber doch noch Gnade walten lassen und wir haben den Abend trocken am Lagerfeuer verbracht. Am Samstag war der Brückenkopfpark noch ganz normal geöffnet und viele Gruppen sind erst an diesem Tag angereist. Wir haben in Ruhe unser Lager belebt. Den Samstag haben wir, aber auch die anderen Lager, genutzt uns gegenseitig zu besuchen. Wir haben viele alte und neue bekannte getroffen.

Am Sonntag um 10 Uhr morgens öffnete der Park seine Pforten für einen tollen Tag. Wir hatten unheimlich schönes Wetter mit ganz vielen netten und interessierten Besuchern und viel Spaß bei unseren Vorführungen und Aktionen:

  • Modenschau
  • Cabertossing
  • Schaukampf
  • Lagerleben
  • Waffenvorführung
  • Musik (ja auch Dudelsack)
  • Tauziehwettkampf unter den Lagern

Unser hauptevent im Lager war die Modenschau mit anschließender Schaukampfvorführung. Punkt 13:30 Uhr spielte unser Piper uns auf die eigenst für uns aufgebaute Bühne. Dank Cornelia hatten wir vorne am Platz ein paar Schilder aufstellen können, weshalb die Vorführung sehr gut besucht war. Der ganze Platz war voller Menschen. Einfach toll. Nach der Anmoderation haben wir die Kleidung der Schotten durch die Jahrhunderte erklärt. Wir haben auch mit ein paar Mythen aufgeräumt wie zum Beispiel, dass Brave Heart niemals Kilt trug (der kam 300 Jahre später) und nie blau angemalt war (das war ein paar hundert Jahre früher). Diesen Hollywood Braveheart hat unser Chief dargestellt, aber die blaue Farbe hat er trotz mehrmaligen Waschens zwei Tage nicht aus dem Gesicht bekommen. Nach einer gelungenen Modenschau hat der Clan McConn mit unserem Chieftain eine tolle Schaukampfvorführung gemacht. Hier wurden die verschiedenen Waffen der Schotten mal in Aktion gezeigt. Von dem Dirk (dem schottischen Dolch) bis hin zur Muskete war alles dabei. Vielen Dank für die tolle Vorführung.

Nach diesen gelugenen Vorführungen ging es auch shcon wieder mit einmarsch auf die große Wiese. Dort veranstallteten wir den ersten Epochenfest Tauziehwettkampf. Die einzelnen Lager konnten sich im Vorfeld bei uns anmelden. Jedes Team bestand aus 5 tapferen Recken die ihre Kräfte unter Beweis stellen wollten. Es hat sich auch eine reine Frauenmanschaft angemeldet, was wir super fanden!

Insgesamt haben sich 5 Teams gemeldet:

  • Bergisches Bündnis
  • Wilde Haufen
  • Zuckerpüppies
  • Schwarze Hunnen
  • Etappenhasen

Die Platzierung ergab sich nach harten Kämpfen, Schweiß und Schmerzen wie folgt:

  1. Wilde Haufen
  2. Etappenhasen
  3. Zuckerpüppies

An dieser Stelle möchten wir uns nochmal bei den Teilnehmern bedanken. Der Sieger bekam natürlich einen Wanderpokal, der nächstes Jahr wieder mitgebracht werden muss. Wir freuen uns schon darauf und hoffen, dass sich nächstes Jahr noch mehr Teilnehmende Teams finden werden. Es war auf jeden Fall eine mords Gaudi.

Den Rest des Tages haben wir in unserem Lager die schottischen Eigen- und Gepflogenheiten erklärt und unsere Ausrüstung gezeigt. Viele Besucher haben sich auch an unseren Cabern (Baumstämme zum Baumstamm werfen) versucht und dabei festellen müssen, dass es doch nicht so einfach ist, wie es aussieht.

Der Montag war Wettermäßig leider weniger schön, wenn auch die kühle Luftwar sehr angenehm war im Vergleich zu der Hitze am Vortag. Wir hatten leider weniger Besucher, aber konnten vielen interessierten Fragen beantwortet und haben vieles gezeigt. Den Abend haben wir mit unseren Freunden aus anderen Lagern verbracht und mussten uns leider auch schon von den ersten verabschieden. Am Dienstag mussten wir leider auch abbauen und uns vom Rest bis zum nächsten Mal verabschieden.

Wir freuen uns auf alle die nächstes Jahre wieder dabei sind.

Vielen Dank an alle Teilnehmer des Vereins und an unsere Freunde für dieses tolle Lager. Man durfte für eine Kurze Zeit seine Sorgen hinter sich lassen und die Tage einfach nur genießen. Danke an alle Helfer und Helferinnen, die ein so tolles Lager ermöglicht haben.

Bis bald!