So langsam bin ich angekommen

Ich hatte bis letzten Freitag Training und am kommenden Montag fange ich endlich langsam mit der Arbeit an. Nach drei Wochen freue ich mich schon sehr darauf.

Ich hatte wieder einige Probleme mit der Wohnung. Ich musste mich insgesamt sieben Mal bei der Agency melden wegen den Mülleimern. Die wurden lange nicht geleert. Und ich weiß immer noch nicht genau was in welche reinkommt, aber dafür sind die jetzt mal leer und hoffen wir, dass die jetzt auch regelmäßig geleert werden.

Am Freitag (29.05.2015) sollte ich meine ganzen Sachen aus England geliefert bekommen. Am Freitagmittag hatte ich dann einen Anruf von einer Nummer, die ich nicht kannte, also rief ich zurück. Ich erreichte eine Spedition, die mir sagte sie haben eine Lieferung für mich. Ich sagte: „Ja, das ist richtig. Heute Abend um vier“. Darauf sagte der Spediteur:“ Nein, nicht mehr. Weil wir sie nicht erreicht haben liefern wir das heute nicht mehr aus, außerdem sind alle Fahrer schon nach Hause“. Daraufhin bin ich mal ziemlich ausgeklinkt und habe mal Tacheles geredet wie er sich das denn vorstelle. Ich müsse arbeiten und könne nicht nur auf seinen Anruf warten und wenn sie so arbeiten, dann sollten die den Kunden auch darauf hinweisen, dass er einen solchen Anruf erwarten solle. Solch eine Wand an Hass und Ärger hatte er wohl nicht erwartet und er bot mir kleinlaut eine Lieferung am Samstagmorgen an. Dann meinte er aber noch: „Wir haben den Auftrag haben auch nur von einer Dubliner Spedition übernommen und da wo sie wohnen ist es ja auch so eng, dass wir mit unseren normalen LKWs eigentlich nicht hinkommen“. Das hatte mir den Rest gegeben und ich antwortete nur: „Das ist ja wohl nicht mein Fehler, dass sie den Auftrag übernommen haben. Und wenn Ihre Trucks zu groß sind hätten Sie sich das wohl besser mal vorher überlegt“. Danach war ruhe am anderen Ende der Leitung. Er hatte aber noch ein letztes Mal versucht Oberhand zu gewinnen. Er: „Ja, aber…“. Ich: „Jetzt pass mal auf: Ich habe verdammt viel extra dafür hinlegen müssen, damit das heute um 4 geliefert wird und jetzt kommt es nicht. Ich bin verdammt sauer!!!“. Dann hatte er endlich kapiert, dass er besser den Mund halten sollte. Am Samstag kam dann endlich der Truck um elf bei mir an. Aber die Odyssee davor war der Hammer. Ich verbrachte ca. 30 Minuten am Telefon mit dem Fahrer wo er hin müsse. Bedenkt eines: Das war ein Ureinwohner Corks, von einer Spedition aus Cork, der nicht in der Lage war eine Adresse in Cork zu finden. Haben die keine Karten, Navis oder zumindest Google wenn die sich zumindest nicht in ihrem eigenen Heimatort auskennen? Zumindest das wichtigste ist, dass ich meine Sachen habe. Ich habe am Samstag 5,5 Stunden gebraucht um meine Kartons auszupacken, aber jetzt ist meine Wohnung um einiges wohnlicher.

Am gleichen Samstag kam auch der UPC Engineer um mein Internet einzurichten. Er hieß Stephen und war natürlich rothaarig. Er kam auf mich zu und meinte, das sieht schlecht aus. Er erklärte mir dann, dass er mir zwar UPC Fernsehen, aber keine Internet einrichten könne. Denn nur die gegenüberliegende Straßenseite hat die Überlandkabel Verbindung meine Seite nicht. In manchen Dingen ist Irland wirklich ein Dritte Welt Land. Er möchte aber Dienstag mal mit Networks (die irische Netzagentur) sprechen, ob man mich anschließen könne, aber er hat wenig Hoffnung.

Am Freitag (22.05.2015) hatten wir hier das große Referendum zur Gleichstellung der Homo- sowie der Heteroehe. Die Befürworter haben klar mit 62,1% gewonnen, worüber ich mich sehr freue.

Heute (31.05.15) habe ich meine erste Besucherin angekündigt bekommen. Meine Cousine Mel aus England wird mich im Juli für eine Woche besuchen. Ich freue mich schon sehr darauf. Das wird bestimmt toll.