The Doctor. Doctor Who? Just the Doctor!

Heute erzähle ich euch mal ein wenig über eine absolute Kult Serie der Briten. Es geht hierbei um Doctor Who. Die Serie ist die am längsten laufende Science Fiction Serie der Welt, gehört der BBC und startete 1963. Aber es gab eine Unterbrechung von 1985 bis 2005 während dieser Zeit gab es noch einen Film und zwar 1996. Der spielte in den USA und war ein Versuch die Serie wieder aufleben zu lassen, doch dies gelang erst 9 Jahre später. Aber nun mal zum Doctor selber. Der Doctor kommt vom Planeten Gallifrey und ist ein Timelord. Mit seinem Raumschiff, der Tardis, kann er überall hin durch Raum und Zeit fliegen. Er greift dadurch immer wieder in die Geschichte ein und verändert diese auch. Hingegen gibt es aber auch Fixpunkte die er nicht verändern darf bzw. kann. Der Doctor selber hat eine Neigung für die Erde und die Menschen und so wird er häufig auf seinen Reisen von (hauptsächlich) weiblichen Erdlingen begleitet. Diese Begleiterinnen sind immer unterschiedlich und in meinen Augen immer verschiedenen Stereotypen entsprechend um die Zuschauer unterschiedlicher Zielgruppen anzusprechen. Ich kann mich jetzt nur auf die Folgen seit 2005 beziehen, aber da hatten wir die blonde Rose aus London. Danach kam Martha um die Gruppe der Farbigen abzudecken. Dann Donna die mit Mitte Dreißig und ohne Job auf soziale Missstände hinwies. Darauf folgte die Schottin Amy die natürlich rothaarig war aber mit ihrem englischen Mann Rory zusammen mit dem Doctor reiste und derzeit haben wir die brünette Clara.

Der Doctor hat auch einige Feinde die immer wieder auftauchen. Darunter die Daleks, Cybermen, Weeping Angel und andere. Aber auf die komme ich vielleicht in einem anderen Artikel zu sprechen.

In diesen 51 Jahren wurde der Doctor natürlich nicht nur von einer Person gespielt sondern von insgesamt 13. Doch ich werde mich hauptsächlich auf die Doctoren seit 2005 konzentrieren. Den ersten Neuen und somit den Neunten Doctor spielte Christopher Ecclestone. Er selber spielte den Doctor nur für eine Staffel, was ich persönlich sehr schade fand, denn ich mochte seine lockere aber entschlossene Art. Denn selbst in größter Gefahr und ohne Aussicht auf Erfolg hatte er immer noch ein Lächeln auf den Lippen. Dazu gab er dem Doctor ein grobes, kantiges Wesen. Er selber hat im englischen einen Nord(engl)ischen Akzent worauf er immer wieder angesprochen wird aber lapidar entgegnet: Viele Planeten haben einen Norden. In der ersten Folge lernte er direkt Rose in London kennen. Rose ist blond, jung und gutaussehend. Dazu spricht sie einen typischen Londoner Akzent. Im Staffelfinale der ersten Staffel rettet Rose den Doktor in dem sie in das Herz Tardis schaut und auf diesem Weg zu ihm zurückkommt. Doch der menschliche Geist kann so etwas nicht lange durchhalten. Deswegen entzieht der Doktor Rose diese „Kraft“ wieder und opfert sich für sie. Aber damit die Sendung weitergehen kann brauchen wir doch einen Doctor. Jetzt kommt es zu einem ganz tollen Trick, denn der Doctor kann sich regnerieren. Er bekommt einen neuen Körper und auch sein Charakter verändert sich.

Aus dieser Regeneration stammt der Zehnte Doctor gespielt von David Tennant. Er spielt den Doctor ein wenig exzentrischer und nicht ganz so kantig wie Ecclestone. In meinen Augen gibt er der Figur das gewisse etwas. Er stellt den Doctor sehr differenziert dar. Er ist gleichzeitig abenteuerlustig, besonnen, risikofreudig, gibt keine Zweite Chance, bejaht das Leben in jeder Form, will immer helfen und viele vieles mehr. Am Anfang reist Rose mit ihm, doch durch einen Zwischenfall wird sie in eine Paralleldimension gezogen und sie können nicht mehr zusammen reisen. Rose hatte am Anfang noch einen Freund namens Micky, der aber leider einsehen muss, dass er gegen den Doctor keine Schnitte hat. Jedoch hilft Micky in ein paar Fällen gut aus und wird sogar mit auf Reisen genommen. Aber der Doctor nennt ihn immer wieder Micky The Idiot. Ein weiterer immer wieder auftauchender Begleiter des Neunten und Zehnten Doctors ist Captain Jack Harkness. Er ist selber Zeitreisender und hat in der Spin Off Serie Torchwood (ein Anagram zu Doctor Who) eine Hauptrolle. Er ist ein draufgängerischer Typ der sich zu Männern wie Frauen hingezogen fühlt und auch den Doctor anschmachtet.

Ein Come Back in der Show hat die Begleiterin Sarah Jane Smith, denn sie reiste bereits mit dem Dritten und Vierten Doctor. Sie ist von Beruf Journalistin und trifft bei einer Ihrer Nachforschungen auf den Zehnten Doctor ohne zu wissen, dass er der Doctor ist. Doch er erkennt sie sofort. Etwas später, in einer ruhigen Minute, offenbart er ihr, dass er der Doctor ist. Sie ist zum Teil sauer auf ihn, weil er sie auf der Erde hat sitzen lassen jedoch freut sie sich auch ihn wieder zu sehen. Interessant wird es als Sarah Jane und Rose auf einander treffen. Dies führt zu unterhaltsamen zwei Minuten. Sie hat auch eine eigene Spin Off Serie namens Sarah Jane Adventures, die aber eher für Kinder ist.

Nach Rose kam Martha Jones. Martha ist eine farbige, angehende Ärztin und ist fasziniert vom Doctor und dazu noch in ihn verliebt. Aber sie merkt bald, dass der Doctor noch sehr an Rose hängt und sie keine Chance hat, worauf sie ihn verlässt. Aber sie rettet weiter die Erde mit der Spezialeinheit U.N.I.T. manchmal zusammen mit dem Doctor und auch Donna.

Die nächste Begleiterin ist Donna. Donna ist eine etwas grobe Mitdreißigerin die nur befristete Jobs findet und auf die große Liebe hofft. Donna hat im Weihnachtsspecial der zweiten Staffel einen ersten Auftritt, doch eine Begleiterin wird sie erst später. Sie selber war mir immer ein wenig unsympathisch aber Ihr Großvater, der immer wieder auftauchte, war sehr unterhaltsam. Eben dieser Großvater sorgt dafür, dass der Zehnte Doctor „stirbt“. Sie retteten gemeinsam die Welt, doch der Großvater schloss sich dabei in eine Strahlenkammer ein. Der Doctor konnte zwar ihn retten aber wurde selber so verstrahlt, dass er bald regenerieren muss. Er besucht zum Ende noch alle seine Freunde und verabschiedet sich. Leider hat keiner dieser Freunde mehr irgendeinen Auftritt in der Serie was ich sehr schade finde. Aber das gibt auch die Freiheit, dass die Macher fast komplett neu anfangen können.

Danach kam der Elfte Doctor gespielt von Matt Smith. In meinen Augen kein guter Doctor. Er ist häufig sehr kindisch und sogar leicht nervig. Bei seinem ersten Auftritt lernte er Amy kennen eine Schottin die in England lebt. Bei ihrem ersten Treffen war sie erst neun. Sie machte dem neuen Doctor einiges zu essen was ihm alles nicht schmeckte bis sie ihm Fischstäbchen mit Vanille Soße machte. In den drei Staffeln mit Smith gibt es immer wieder Anspielungen auf die Fischstäbchen mit Vanillesoße. Wenn Amy älter ist kommt der doctor wieder und reist dann mit Amy und ihrem Mann Rory. Das Beste Zitat in dem Zusammenhang finde ich ist: Amy an Rory:“Ich sorge mich auch um die anderen, aber kannst du sie bitte zuerst sterben lassen!“ Rory:“Du bist so schottisch“. Rory und Amy werden durch die Weeping Angel in eine andere Zeit versetzt und können vom Doctor nicht wieder zurückgeholt werden. Danach reist der Doktor wieder alleine bis er auf Clara trifft. Einige Auftritte hat auch die Figur River Song welche, wie sich später herausstellt, die Frau des Doktors ist. Dazu ist sie auch noch die entführte Tochter von Rory und Amy. Alles etwas verworren.

Als der Elfte Doctor sich seinem Ende nähert regeneriert er in den Zwölften und somit aktuellen Doctor dargestellt von Peter Capaldi. Er ist ein Rebell, der erstmal gegen alles ist. Sein bester Satz war bisher kurz nach der Regeneration: “Oh ich bin Schotte, ich kann mich beschweren!“. Ich bin noch nicht wirklich überzeugt von ihm aber warten wir es ab er hat ja erst vor drei Wochen angefangen. Er wird weiterhin von Clara begleitet.

Ihr denkt jetzt bestimmt wie kann denn der aktuelle der Zwölfte Doctor sein, wenn ich vorher von 13 sprach. Ganz einfach man hat nachträglich zwischen den Achten und Neunten noch einen eingeschoben. Der nennt sich aber nicht Doctor, weil er selber gegen seine Prinzipien verstoßen und einen vermeintlichen Genozid begangen hat. Dieser Kriegsdoctor taucht nur zweimal auf. Einmal in einer mini Episode um ihn vorzustellen und dann in der Jubiläumsfolge: Day of the Doctor.

Ich selber wurde durch eine Freundin auf die Sendung aufmerksam. Seltsam dass ich England wohne und aus Deutschland einen Tipp für eine englische Kultserie brauche. Ich hatte mich mit ihr auch über die Doctoren Neun bis Elf unterhalten und das sind ihre Gadanken dazu:

„Smith war… gequält. Er hat das Ende kommen sehen und sich Kraft aller Fröhlichkeit dagegen gewehrt, bis es ihn überrannt hat. Er war… tragisch. Tennant war zwar brillant und traurig (wegen Rose) aber hatte noch alles halbwegs im Griff: Seine Schuldgefühle, seine Erinnerungen… etc. Smith hat angefangen zu verdrängen und dann die Kontrolle zu verlieren. Ecclestone hatte all diese Probleme noch kaum. Ich hatte das Gefühl, es hätt ihm gut getan eine Staffel länger ‚Zeit‘ zu haben für irgendwelche Entwicklungen.“

Ich stimme ihr soweit zu, dass ich finde Ecclestone hätte definitiv länger machen sollen. Mein Doctor Ranking ist. Als bester David Tennant dicht gefolgt von Ecclestone, dann weit dahinter Matt Smith und derzeit noch weiter abgeschlagen Peter Capaldi (auch wenn er Schotte ist).

Es ist sehr interessant, dass fast alle Alien Invasionen in England stattfinden und dazu der Doctor gerade in der Nähe ist. Lucky Us humans. Ich finde den Doctor insgesamt eine gute Serie auch wenn einige Folgen sehr konstruiert wirken und schlecht geschrieben sind. Mein Fazit zu der Serie ist weiterhin: Fragwürdig interessant!

Es tut mir leid wenn ich ein wenig hin und her gesprungen bin, aber diese Sendung ist doch schon sehr komplex und schwierig in einem zusammenhängenden Text zu bearbeiten ohne, dass es ein Roman wird.

Apropos der Produzent der Serie ist Steven Moffat, der gleiche, der auch Sherlock macht. Und zu Sherlock Holmes werde ich bald auch noch was schreiben.

Es tut mir sehr leid, aber den Artikel für den kommenden Sonntag muss ich um zwei Tage nach hinten verschieben. Also der nächste Artikel wird am 16.09.2014 veröffentlicht. Ich hoffe Ihr überlebt die verlängerte Wartezeit.