Remember remember the fifth of November

Es ist schon wieder viel zu lange her, dass ich etwas geschrieben habe, aber leider kam ich in letzter Zeit nicht mehr dazu. Ich war zwischen drin dreimal unterwegs: 1. Ich habe einen ausgedehnten Lowlandstrip mit meiner Mutter nach Schottland gemacht und dazu wird bald ein sehr langer Artikel kommen, alleine die Stichpunkte sind schon über eine Seite lang. 2. Bin ich zur Beerdigung meiner Großmutter nach Deutschland geflogen und 3. War ich am vergangenen Wochenende mit Lukas in Dublin.

In Meiner Region gibt es nicht allzu viel Neues. Ich habe zwei neue Jobs angeboten bekommen, einen hier und einen in Manchester, jedoch habe ich beide abgelehnt. Zum einen weil ich nicht nach Manchester wollte und zum anderen war es ein super Job, aber leider kam er zur falschen Zeit. That’s Live! Bei meiner aktuellen Arbeitsstelle wendet sich das Blatt regelmäßig, doch wie es aussieht so langsam zum Guten. Wir haben endlich einen neuen Teammanager und bekommen auch endlich Support von der Firma. Warten wir es ab wie es hier weiter geht. Ich habe auch mal ein wenig die Region weiter erkundet. Ich war noch mal auf der Nordseite und habe mir Tynemouth und Whtiley Bay angeschaut. Das sind zwei schöne kleine Orte. In Tynemouth gibt es eine schöne kleine Innenstadt und eine alte Priory. Whitley Bay war früher das Erholungsstädtchen der Edinburgh Society, doch das gehört auch der Vergangenheit an.

Als kleiner Ausschnitt zur Lowlandtour. Wir haben das uns einzige Trianguläre Castle Schottlands und alle besuchbaren Lowland Destillerien angeschaut. Dabei war die Bladnoch Destillerie, welche ein traumhaftes Kleinod ist und geschmacklich, geschichtlich und landschaftlich zu meinen Favoriten gehört.

In Deutschland war ich in trauriger Pflicht unterwegs, doch war ich froh meine Familie wieder zusehen. Insgesamt waren Familienmitglieder aus vier Ländern und von zwei Kontinenten da. An den anderen Tagen habe ich noch ein paar Freunde getroffen und habe an einem wunderbaren Rare Malt Tasting im Hause Pfeifen Schneiderwind teilgenommen.

Am vergangenen Wochenende war ich mit Lukas in Dublin. Wir haben uns dort getroffen, da er von Edinburgh und ich von Newcastle aus kamen. Endlich habe ich es geschafft mit einer Propeller Maschine zu fliegen, das war toll. Am Freitag hatten wir uns direkt am Flughafen getroffen und wollten uns Bustickets kaufen, doch das war schwieriger als gedacht. Lukas hatte raus gefunden, dass es einen drei Tages Pass gibt der Rambler heißt und bei dem auch der Airlink Bus mit drin ist. Das sind nur 5 Euro mehr als der Airlink hin und zurück kostet, aber dafür kann man an drei Tagen, die nicht zusammen hängen müssen, das gesamten Dublin Bus Netz nutzen. Good Deal. Aber um diese Tickets zu bekommen mussten wir zu 6 Verkaufsstellen in beiden Terminals bis endlich ein Shop diese Tickets noch hatte. Als wir die endlich hatten ging es auch schon los. Nachdem wir dann auch  unser Gepäck im Hostel gelassen haben gingen wir erst mal in einem Pub Mittagessen. Traditionell gaben wir uns jeder ein Irish Lamb Stew. Danach haben wir uns das Guinness Storehouse angeschaut. Das ist das Besucherzentrum in der Guinnessbrauerei. Ich fand das wieder super toll. Lukas hat es auch gefallen, aber ihm fehlte ein wenig der geschichtliche Part. Das stimmte leider auch, aber trotzdem war es sehr unterhaltsam und wir haben über 3 Stunden dort verbracht. Auf dem Rückweg in die Innenstadt haben wir dann noch bei einem Mexikaner ganz tolle Buritos gegessen. Danach haben wir uns noch in Dublins Pubwelt ein Pint gegönnt. Doch wir waren beide relative Müde und haben uns schnell auf den Weg zum Hostel gemacht. Doch bevor wir da ankamen kehrten wir noch mal in ein Lokal ein wo es live Irish Folk und Steptanz gab.

Am Samstag haben wir uns die Innenstadt angeschaut und uns mittags mit einem Freund von Lukas getroffen. Wir waren dann zusammen im Kaffeehaus Bewleys.  Danach wussten Lukas und ich nicht was wir genau machen sollten und sind dann zum Trinity College gegangen um uns das Book of Kells anzuschauen. Das ist eine ganz tolle Ausstellung und alles ist sehr gut erklärt. Dazu kommt man dann  noch durch eine 65 Meter lange und 10 Meter hohe Bibliothek, die Unmengen von Büchern beherbergt. Sehr Eindrucksvoll. Abends sind wir dann in das Partyviertel Temple Bar gegangen. Dort waren wir dann in der Temple Bar, doch die ist schweineteuer. Dort kostet das Pint 6,70€. Dort haben wir dann nur eins getrunken und sind dann ins Porterhouse gegangen. Das ist eine Micro Brewery mit ganz tollen Bieren. Das Porter wurde schon mal zum besten Porter der Welt gekürt.

Am Sonntag sind wir nach Howth gefahren, das ist eine kleine Halbinsel vor Dublin und ein wahre Idyll. Howth kann man nicht wirklich beschreiben aber wenn man kann muss man es genießen. Das einzige Manko war, das der Fisch in den Restaurants im Hafen unheimlich teuer war. Wir sind dann zu einem pakistanischen Restaurant gegangen, welches ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat. Das Restaurant heißt Okra Green. Nach unserer Rückkehr haben wir uns noch mal mit Lukas Freund getroffen und wie das so ist zu viel Zeit mit Ihm verbracht. Mein Flug ging 30 Min vor Lukas. Wir haben es gerade noch rechtzeitig zum Flughafen geschaftt und ich kam am Gate an, als das Boarding schon halb durch war. Und natürlich war mein Gate mal wieder das, welches am weitesten entfernt war. Aber es ist ja alles gut gegangen.

Heute wird hier der Terroristen Tag gefeiert. Eigentlich heißt es Bonfire Night und es soll der Vereitelten Zerstörung des englischen Parlamentes im Jahre 1605 durch Guy Fawkes gedacht werden. Doch wird fast nur noch Guy Fawkes Day gesagt. Seit einer Woche kann man Feuerwerk aller Art kaufen und seit einer Woche wird hier auch schon damit rum geböllert und heute ist der absolute Höhepunkt. Seit Mittag ging es los und wird immer mehr. Also huldigen wir hier dem Terroristen mit viel Kawumm. Hier erfahrt Ihr mehr über Guy Fawkes. Ach ja, nur als kleine Info, als ich in York war bin ich auch an seinem Geburtshaus vorbeigekommen. Das ist nun eine Gaststätte und heißt Guy Fawkes Inn, doch da dort Warsteiner ausgeschenkt wurde bin ich nicht eingekehrt. Ok und weil ich Angst hatte, dass ich dort in die Luft gesprengt werde ;).