Die erste Woche

Am Montag (29.07.13) war ich pünktlich um 08:45 Uhr, erbeten durch die Recruitment Agency, bei meiner neuer Arbeitsstelle Utility Wise. Ich hatte mich schon sehr darauf gefreut. Dort sollte ich um 09:00 Uhr Elgar meinen Team Manager treffen. Doch durch verschiedene absprachen Probleme hat man Ihm erst um 09:15 Bescheid gegeben, dass ich da bin. Nach dem er mich eingesammelt hatte stellte er mir den Rest des Teams vor. Danach bekam ich von einer Mitarbeiterin der Personalabteilung eine allgemeine Einführung über Utility Wise. Als ich vieles erklärt bekam, was mich doch nicht betrifft, da es in dem deutschen Team etwas anders läuft bin ich wieder hoch gegangen und das Training begann. Mein Kollege Sean hat angefangen mir unser Programm samt Eingabemaske zu erklären. Dieses ist sehr komplex und aufwendig. Nach der Arbeit bin ich noch kurz einkaufen gegangen und  habe mir ein leckeres Abendessen bereitet: Nudeln mit Carbonara Soße.

Am Dienstag (30.07.13) bin ich direkt zum Start des deutschen Teams arbeiten gegangen. Um 07:30 geht es bei uns deutschen los und wir sind somit die ersten im Betrieb. Interessant ist auch, dass alle Briten einen 8 Stunden aber wir einen 8,5 Stunden Tag haben, aber Elgar ist schon dran dieses zu klären. Auf der Arbeit bestand der ganze Tag aus Training. Nach der Arbeit hat mich Sean, mein Kollege der das Training gibt und mit dem Team Manager Elgar eine Fahrgemeinschaft hat, mich mit nach Newcastle genommen, damit ich nicht mit der Metro fahren musste. Denn an diesem Abend war das Internations treffen der neuen Newcastle Gruppe. Es war ganz nett, aber nicht so gut wie in Edi. Irgendwie fand ich hatte die Edi Gruppe eine höhere Qualität an Leuten, aber warten wir es ab die fangen hier erst an. Eine lustige Sache war, dass ich der einzige Mann war auf ca. 15 Frauen.

Am Mittwoch (31.07.13) ging auch wieder das Training weiter. Abends war ich wieder kurz einkaufen wo mich auch schon meine erste Migräne in South Shields heimsuchte. Die hat nicht lange auf sich warten lassen.

Am Donnerstag (01.08.13) war auf der Arbeit weiterhin Training angesagt, jedoch durfte ich mir einen Flug in die Heimat buchen. Normalerweise ist das bei uns verboten, doch da ich erst am 12.08.13 Internet zu Hause bekomme hat Elgar mir eine Sondererlaubnis gegeben. Somit kann ich zu einer Hochzeit und einem Vereinsevent in der Heimat sein. Blöd ist nur, dass ich nur bis Amsterdam fliegen kann und dann mit dem Zug weiter muss. Aber das ist nicht mal halb so teuer wie mit der Lufthansa nach Düsseldorf. Abends habe ich dann einen entspannenden Spaziergang gemacht. Ich bin das gesamte Süd-Pier bis zum Leuchtturm rausgelaufen, welches die Südflanke des Tyne Deltas schützt.

Am Freitag (02.08.13) habe ich meine ersten Anrufe getätigt und habe auch direkt ein Angebot rausgeschickt. Das ist für uns eine kleine Besonderheit, denn das deutsche Team wird gerade erst aufgebaut, deshalb schicken wir noch nicht so viele Angebote raus. Leider habe ich den Deal nicht abschließen können. Aber trotzdem war es schon mal eine verdammt gute Vorstellung. Nach der Arbeit bin ich mit Sean, Elgar und einer Menge Franzosen noch ein Bier trinken gegangen.

Das Wochenende (03. und 04.08.13) habe ich friedlich in meiner Wohnung verbracht. Ich habe vieles aufgeräumt, was noch vom Umzug her unordentlich war oder was noch keinen Platz hatte. Dazu habe ich noch einiges an Wäsche gemacht und vieles des zur Wohnung gehörenden Geschirrs einer gründlichen Reinigung unterzogen. Ein tolles Spektakel für mich findet jeden Abend zwischen 17 und 18 Uhr statt. Denn dann fährt auf dem Tyne eine große Fähre direkt an meinem Schlafzimmer Fenster in 100 Metern Luftlinie vorüber. Dazu haben die Kapitäne Freude daran auf Höhe meines Fenster die Tute zu betätigen: Ich find‘s toll.

Meine Nachbarn von Oben habe ich zwischenzeitlich auch getroffen. Ein nettes Paar und sie haben mir erklärt wie das hier mit den Mülltonnen funktioniert. Das was und wie es hier recycelt wird ist doch wieder ganz anders als in Deutschland oder Edinburgh.