Die Zeit verstreicht fast unbemerkt

Am Samstag (16.02.13) habe ich mal wieder am Union Canal entlang zur city laufen wollen, kurz nach dem start meinte eine Migräne vorbeischauen zu wollen. Also schnell nach hause und schlafen. Das hat sogar relativ gut geklappt, aber als ich drei Stunden später aufwachte dachte sich eine Zweite: „Hui da geht eine party da mach ich mit“ und die nächsten Stunden verbrachte ich dann mit Versuch bei Migräne zwei einzuschlafen. Also ab und zu mal eine ist ja zu verkraften aber zwei direkt hintereinander ist ja wohl ein wenig übertrieben.

Meine Migränen haben mir auch schon ein offizielles Gespräch mit meinem Teamleader eingbracht. Ich war wegen zwei Migränen insgesamt 1,5 std. Nicht auf der Arbeit und da es insgesamt zweimal in meinen ersten sechs Monaten war mussten wir darüber sprechen und ich musste einen Wisch unterschreiben, dass ich mein Bestes geben werde um in den nächsten 12 Wochen nicht mehr krank werden. Was ein Schwachsinn!!!!

Am Sonntag (17.02.13) habe ich mich auf den weg zum Craigmiller Castle im Süd-Westen von Edinburgh gemacht. Kurz vor Haymarket Station rief Lukas an was ich vor hätte und ob ich mich mit Ihm und Svea treffen wolle. Kurzer Hand habe ich meine Pläne verändert und bin zum Frühstück zu den Beiden gefahren. Lukas hat leckere Croissants besorgt, danke nochmal dafür. Nach dem Frühstück haben wir uns dann gemeinsam zum Craigmiller Castle aufgemacht. Das Castle bzw. seine Ruine ist wunderschön gelegen und man hat eine tolle Sicht zur Stadt und Arthurs Seat.

Auch wenn man zu dem Castle Ruine sagen muss ist es sehr gut erhalten und einen Besuch wert. Vorallem weil es ein wenig abseits liegt und deswegen nicht so viele Touristen im Weg stehen. In diesem Castle gibt es viele Räume zu erforschen und geschichtlich einiges interessantes zu erfahren wie zum Beispiel, dass Mary Queen of Scots sich sehr gerne dort aufgehalten hat. Was mir sehr gut gefallen hat ist, dass im inneren Innenhof zwei Eiben das Tor flankieren. Die Eiben stehen was länger dort was man daran erkennt, dass sie höher sind als der Wehrgang.

Als wir das ganze Castle erkundet hatten, haben wir uns von Craigmiller Richtung Arthurs Seat aufgemacht, aber bevor wir am Arthurs Seat ankamen sind wir zur Southern Bar abgeschwenkt. Dort genossen wir ein paar third Pint test Bretter und stärkten uns mit einem Burger. Anschließend sind wir durch den nahgelegen Park, die Meadows, rüber Richtung Bruntsfield spaziert. An die Meadows liegt die Quarter Mile. Das ist eine alte Nursing School die zu edel Wohnungen umgebaut wird. Wer mir also eine Wohnung dort schenken möchte, es sind nur ca. 900000£ und ich gewähre dem Schenker gratis wohnen wenn er mich besucht. Die Wohnungen sehen echt super aus und sind sehr gut gelegen.

Nach unserem „Walk in the Park“ sind wir ins Lebowskis gegangen. Diese Bar gilt als homage an den Film the Big Lebowski, aber das einzige was daran errinnert ist, dass einige Bilder vom Dude aufgehangen wurden und es einige Variationen von Dudes Standard Drink, White Russian, gibt. Stilecht haben Lukas und ich die Dude Version genommen: Wodka, Khalua, Milch. Der original ist mit Sahne. Aber es war mit einer der schlechtesten White Russians meines Lebens. Ich frage mich wie man bei einem Drink mit drei Zutaten sich so verhauen kann. Abschließend haben wir noch einen Pub ausprobiert den wir noch nicht kannten. The Jolly Judge ist am Lawn Market auf der Royal Mile und somit sehr weit oben. Obwohl, der Pub ist nicht direkt auf der Royal Mile sondern in einem Close und dann noch in einem Keller. Nicht groß aber ich finds toll. Nachdem sich Lukas und Svea verabschiedet hatten bin ich noch ins Black Bull gegangen und habe mir bei einem Ginger Beer ein wenig Graeme E. Pearson angehört. Aber nach einer Stunde bin ich dann auch nach hause gefahren, der Tag war schon ein wenig anstrengend.

Die Woche war insgesamt war sehr anstrengend. Ich hatte die Chat-Schicht. Das heißt ich mache Email und Chat Support aber keine Anrufe, doch das ist sehr viel anstrengender als man glaubt. Drei Chats gleichzeitig in zwei verschiedenen Sprachen machen einen weich in der Birne. Dazu wird man von brittischen bzw. englischsprachigen Chattern auch häufig beleidigt. Useless Idiot war mit das freundlichste was ich zu hören bekam. Man erkennt diese Chatter aber von Anfang an, denn die geben keine richtigen Namen und Emailadressen an.

Am Mittwoch (20.02.13) bin ich nach der Arbeit mit ein paar Kollegen ein paar Bier trinken gegangen. Das war toll. Wir hatten viel Spaß.

Am Donnerstag (21.02.13) hatte ich mein drittes Internations Event als Ambassador. Dies Mal musste ich wegen der Chat-Schicht leider später kommen. Aber das hat der tollen Stimmung keinen Abbruch getan. Ich habe wieder viele neue Leute kennen gelernt und alte wieder getroffen, auch Lukas war wieder da.

Am Freitag (22.02.13) ist mal wieder ein Care-Paket aus Deutschland eingetroffen. Ich habe meinen Drucker plus viele andere Sachen für mich sowie meine Kollegen geschickt bekommen. Danke Mum. Abends bin ich dann wieder mit ein paar Kollegen noch zum Crofters, ein Pub in der Nähe der Arbeit, gegangen für ein Feierabend Bier.

Gestern (23.02.13) bin ich wieder durch die Stadt gewandelt. Ich war auf der Royal Mile, in der  New Town, in Leith und noch an ganz vielen anden Orten. Ein tolles Erlebnis hatte ich auf der Princess Street. Dort ist ein Bus der Lothian Buses liegen geblieben und hat beide Spuren blockiert, doch nur kurze Zeit, denn einige Busfahrer sind schnell ausgestiegen und haben geholfen den Bus wegzuschieben. Es waren nicht nur Lothian Buses Busfahrer sondern auch einige von Fisrt Capital. Solche eine Zusammenarbeit finde ich toll. Mein Mittagessen habe ich in der Bar Kohl eingenommen. Dies ist eine Burger/Cocktail Bar. Wer Burger mag wird diese Bar lieben. Zum Abschluß meines Tages bin ich noch in einen anderen Pub gegangen den ich noch nicht kannte. Esign Ewart heißt er und ist fast am Caslte und in der Nähe vom Jolly Judge. Der Pub ist urig eingerichtet und hat eine tolle Ausstrahlung.

Heute (24.02.13) bin ich wieder in der City unterwegs gewesen. Zuerst habe ich in einem Starbucks an diesem Artikel geschrieben, den ich aber unterbrechen musste, denn es war mal wieder Zeit für Rugby! Heute haben im Six Nations Cup Schottland und Irland hier in Edi gegeneinander gespielt. Schottland hat sehr glücklich aber unglaublich knapp gewonnen. Die Schotten hatten viel Glück, denn die Iren hatten drei Penaltys verschossen was Ihnen 9 weitere Pumkte gebracht hätte. Insgesamt war es ein sehr einseitiges von den Iren dominiertes Spiel. Die Iren hatten 78% Ballbesitz. Kurz vor Ende stand es dann 12:8 für Schottland. Doch zur gleichen Zeit waren die Iren nur zwei Meter von der schottischen Enzone entfernt. Ein Try, das Ablegen des Balls in der gegnerischen Endzone, bringt 5 Punkte. Wer des Kopfrechnens mächtig ist sieht, dass die Schotten um den Sieg bangen mussten. Dann kam es zum Scrum. Der Scrum ist wenn 9 Spieler beider Seiten sich in ein Knäuel verwandeln. Der Scrum ist zweimal zusammen gebrochen und die Iren bekammen noch mal ein Penaty zugesprochen. Den haben die Schotten gerade so vereitelt und am Ende haben wir gewonnen! Das war mein erstes Rugby Spiel wo in den letzten Sekunden noch alles möglich war. Ich habe mal wieder im World’s End Pub geschaut, denn dort bekommt man bei einem schottischen Sieg ein gratis Pint. Und wie Ihr wisst ist ein gratis Bier das leckerste Bier. Danach bin ich wieder ein wenig spazieren gegangen. Ich bin auch noch einmal in der Southern Bar eingekehrt um noch einmal Biere zu testen die ich noch nicht kenne. Sie hatten auch ein Bier, das Hardcore IPA hieß. Der Name war berechtigt, denn mit 9,2% war es durchaus kräftig auch wenn es sich bei belgischem Standard noch im Mittelfeld aufhält. Leider war es geschmacklich eher dürftig, da man hauptsächlich den Alkohol schmeckte. Zum Glück hatte ich nur ein third Pint. Um mir noch einen Leckerbissen zu gönnen bin ich über die Straße zu Peckham‘s gegangen. Dies ist ein Delikatessenladen, der bis Zehn Uhr abends geöffnet hat. Ich habe mir ein Stück Salted Caramel Chocolate Tart gegönnt. Sehr lecker. Danach bin ich dann nach Hause gefahren.