Schottland die Zweite 2016; oder der verdammt längste Artikel ever! Teil 8 von 10

Den Freitag (06.05.2016) begangen wir mit einem Full Scottish breakfast im Hotel und dann gingen wir runter an ein Hafenbecken, dass auch nur 50 Meter vom Hotel weg war. Wir wollten runter zum Strand von Aberdeen. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass dieser verdammt lang ist. Dort gibt es auch große Wiesen und ein Vergnügungszentrum mit Bowling und allem was dazu gehört. Wir gingen aber in die andere Richtung denn wir wollten zu Old Aberdeen. Und es ist genau das: Alt! Aber auch sehr schön. Wir haben uns dort eine alte Kirche, die St. Machar’s Cathedral aus dem 12. Jahrhundert angeschaut, die im 16. Jahrhundert wieder aufgebaut wurde. Jedoch dieses Mal nur zum Teil. Man hat nur den langen Teil bis zur Vierung wieder aufgebaut. Von den einzelnen Bögenresten in den Wänden kann man aber schließen, dass hier häufiger umgebaut wurde. Von da aus gingen wir weiter Richtung University. Denn ein Teil von Old Aberdeen ist der Campus von Aberdeen University. Ich habe echt im falschen Land studiert. Dadurch kamen wir auch am Botanischen Institut vorbei und haben uns den kleinen aber sehr schönen Botanischen Garten angeschaut. In der Straße, die durch den Campus führte gab es das King‘s Museum, das uns empfohlen worden ist, aber ein Schild im Fenster zeigte an, dass es nun geschlossen sei. Also machten wir uns auf gen Zentrum. Als wir an einem Großen Kreisverkehr vorbeikamen sahen wir, dass dort jemand mittendrin sein Zelt aufgeschlagen hatte. Ich weiß ja, dass wildes campen in Schottland legal ist, aber es muss nun wirklich schönere Ecken geben als einen vielbefahrenen Kreisverkehr. Zurück im Zentrum schauten wir uns den Innenhof des Marischal Collegean, welches einen Teil der Stadtverwaltung beherbergt. Im dortigen Turm sollte das Marischal Museum gewesen sein, doch dieses war laut den Schildern nun in das andere Museum umgezogen, welches auch geschlossen war, die spinnen die Aberdeener. Nach einem leckeren Mittagessen im Old Blackfriars Pub haben wir uns den Bahnhof angeschaut. Man merkt ganz klar, dass es früher sehr viel mehr Gleise waren, aber interessant ist, dass die Strecke mitten durch das Zentrum unter dem selbigen hindurchführt. An den Bahnhof selber ist eine Hässlichkeit von Mall drangeflanscht worden. Es gab alles was man nicht brauchte und nichts Sinnvolles. Wir sind dann noch durch eine andere Mall und die anderen Einkaufsbereiche geströft und haben keinen einzigen Touristen Shop gefunden. Als wir des Shoppings überdrüssig waren, haben wir uns noch das Maritime Museum angeschaut. Ein tolles Museum, das sehr anschaulich die Geschichte des maritimen Aberdeens und der Ölbohrungen in der Nordsee erklärt. Wenn Ihr mal dort seid es lohnt sich echt. Das Museum schloss um 17:00 seine Pforten und wir sind dann erstmal zurück ins Hotel gegangen um uns was auszuruhen und weil es nur 50 Meter entfernt war. Außerdem wollten wir schon mal unsere Taschen so weit wie möglich vorpacken. Da wir schon zwei Mal sehr begeistert waren sind wir wieder zum Old Blackfriars gegangen, never change a running system! Die Bedienung war die gleiche wie die letzten Male und sie erkannte uns direkt. Als sie erfuhr, dass wir essen wollten meinte sie nur gebt mir 5 Minuten ich mache euch einen Platz frei. Wir haben uns dann einen Drink an der Bar genehmigt und nach meiner typischen Attitüde „kenne ich nicht probiere ich“, bestellte ich einen Gin und Tonic mit einem Gin den ich noch nicht kannte. Makar aus Glasgow. Ein wirklich sehr leckerer Gin, ich war sehr überrascht denn er ging in die Richtung eines meiner Lieblings Gins dem Blackwoods 2008. Nach einem guten Mahl gingen wir dann früh zu Bett.