The Ring of Kerry

Wie schon letztes Jahr beschrieben haben meine Cousine Mel und ich am 17.07.2015 ein Bus Tour um den Ring of Kerry mit dem Paddwaggon gemacht. Der Ring of Kerry ist eine Straße um die Halbinsel Iveragh im County Kerry. Los ging es um 08:20 in Cork. Von dort fuhren wir nach Killarney. In Killarney hatten wir dann eine Stunde Zeit uns die Stadt an zu schauen und ein wenig zu Frühstücken. Dort haben wir auch den einzigen Hobbit themed Pub in ganz Irland The Shire gesehen. Der Pub war eigentlich noch geschlossen, aber der Besitzer hat uns erlaubt uns ein wenig umzuschauen. Bei der Abfahrt in Killarney wurde unsere Gruppe dann auch schnell viel größer, da dort noch viele zu stiegen. Doch wir verloren auch ein paar die dann die Tour nach Dingle machten. In Killarney gibt es ein Werk der Firma Liebherr, die damit auch der größte Arbeitgeber der Stadt ist. Die Sage behauptet, das Liebherr das Werk hier bauen ließ, weil er sich im Urlaub in diese Region verliebt habe.

Wir sind dann nach Westen weiter gefahren und durch Killorglin gekommen. Doch bevor wir dort ankamen sind wir noch an dem Heimatort von Michael Fassbender verbeigekommen, der in den Außenbezirken von Killarney aufwuchs. In Killorglin wird jedes Jahr am 10. August eine Ziege zum König Puck gekrönt. Diese Tradition hat verschiedene Geschichten, jedoch kann man nicht sagen welche richtig ist, da es Sie schon seit vorchristlicher Zeit existiert. Ein wenig später hielten wir an einem Aussichtspunkt an und hatten einen tollen Blick auf Inch Beach. Das ist der längste Strand Irlands.

In Cahersiveen haben wir dann die Ruinen des Geburtshauses eines der bekanntesten irischen Politiker und Freiheitskämpfer gesehen. Er hieß Daniel O’Connell. Dort steht auch die einzige Kirche Irlands die nicht nach einem Heiligen benannt ist. Es ist die: Daniel O’Connell Memorial Church of the Holy Cross.

Die nächste Berühmtheit ließ auch nicht lange auf sich warten. In Waterville hat sich einer der berühmtesten Schauspieler des letzten Jahrhunderts ein Ferienhaus, wohl eher ein Anwesen, errichtet. Es kommt anscheinend häufiger vor, dass sich nach einem Urlaub hier jemand nicht mehr von Irland trennen kann und so erging es auch Charly Chaplin.

Von dem nächsten Aussichtspunkt hatten wir eine ganz tolle Aussicht auf den Atlantik, die Inseln Scariff und Deenish sowie das Loher Stone Fort. Kurz danach nahmen wir unser Mittagessen in einer dieser typischen Touristen Abfertigungskantinen ein. Ich hatte nebenbei auch mitbekommen, dass beide Mitarbeiter des Paddywaggons wohl Gratis aßen. Das scheint da wohl der Deal zu sein. Natürlich gab es weit und breit auch keine Alternative. Es war nicht schlecht, aber auch nicht toll. Zumindest wir wurden satt und uns war nicht schlecht danach.

Weiter ging es dann nach Sneem. Das ist ein kleiner Ort in dem die Größte Attraktion die Bürcke über den Fluss ist, denn von dort kann man in den Fluss und auf die „interessanten“ Felsformationen schauen. Von dort kommt der berühmte Ringer Steve Casey, der Zeitweise in den USA lebte. Auch der frühere (fünfte) Präsident von Irland Cearbhall Ó Dálaigh ist dort begraben. Weiter fuhren wir dann durch malerische Landschaften und hatten einen tollen Blick auf den Gap of Dunloe. Das ist ein Einschnitt in der Bergkette südlich von Killarney.

Wir kamen dann im Killarney National Park an den Three Lakes vorbei. Das sind drei aufeinander folgende Seen, die mit einander verbunden sind. Wir haben haben an dem Aussichtspunkt Ladies View gehalten und hatten so ein guten Blick bis ins Tal nach Killarney. Der Aussichtspunkt heißt so, weil eigentlich Queen Victoria von dort die Aussicht genießen wollte um rauszufinden warum so viele Menschen von diesem Ort schwärmen. Doch am Tag des Ausfluges war sie krank und schickte ihre Ladies Maids, damit diese ihr berichten sollten. Also die Ladies Maids zurück kehrten mussten sie feststellen, dass Queen Victoria bereits abgereist war und sie mussten ihr hinter her reisen.

Den letzten Stopp, bevor wir wieder in Killarney aufgeteilt wurden, hatten wir dann am Torc Waterfall. Es war ein idyllisches Plätzchen, aber total von Touristen überfüllt. Und ein Vollidiot kletterte, eher torkelte und rutschte, im Wasserfall mit seinem neugeborenen herum um ein besseres Bild für sein Album zu bekommen.

Nachdem wir dann in Killarney wieder in die jeweiligen Busse aufgeteilt wurde, wir konnten zum Glück sitzen bleiben ging es zurück nach Cork. Doch bevor wir in Cork ankamen sind wir wieder durch Macroom gefahren. Ein Ort in dem das Castle von Oliver Cromwell zerstört wurde, nur damit die Iren es nicht mehr benutzen können. Ein interessanter Fakt ist, dass wegen der engen Straßen die Busse den Ring of Kerry nur in einer Richtung befahren dürfen.