London, ein schönes Wochenende (Teil 2)

Am Samstag (05.12.2015) habe ich dann ganz ruhig mit Porridge begonnen bevor ich mich in das Getümmel des Peacock Centres stürzte um ein paar Besorgungen zu machen. Leider war ich wohl ein wenig unorganisiert, weil ich immer wieder hin und her und vor und zurück lief. Zum einen um Preise zu vergleichen und zum anderen um erst einmal die richtigen Geschäfte zu finden. Zwischendrin habe ich dann schon mal den ersten Teil bei meiner Tante abgeliefert und bin wieder los, weil ich noch mal zur Post musste um was zu verschicken. Die Royal Mail dachte sich wohl, dass es intelligent sei an einem Samstag in der Vorweihnachtszeit im einzigen Postamt in der Innenstadt nur 3 von 8 Schalter offen zu haben. Ich hatte die Freude einer 20 minütigen Wartezeit in einem total überheizten Raum. Ich kam dann gerade rechtzeitig zum Mittagessen wieder zurück. Wir hatten ein tollen und unterhaltsamen Lunch mit John. Nachdem beide dann weg waren habe ich ein wenig Siesta gehalten und danach habe ich mich wieder in die Innenstadt begeben, um noch ein wenig durch die Geschäfte zu ströven. Auch dieses Mal bin ich wieder mehr hin und her gelaufen und habe Preise und Geschäfte gecheckt. Abends habe ich mich dann mit einem Whisky, einem Bier bei einem Film ins Wohnzimmer gesetzt. Insgesamt waren es an dem Tag über 17Km. Während des Films habe ich noch eine alte Kenwood Küchenmaschine für meine Mutter eingepackt. Meine Mutter hatte eine Kenwood Major vor über 30 Jahren gekauft, die aber leider vor knapp 4 Jahren das zeitliche segnete. Weil Sie alle brauchbaren Zusatzgeräte hatte, hat sie sich eine neue Kenwood Major gekauft, doch Kenwood, nur an die Kunden denkend, hat die Aufnahmen um 90 Grad gedreht, wodurch alle Zusatzgeräte unbrauchbar wurden, außer man hätte die Maschine auf die Seit gelegt. Tolle Idee! Als meine Tante dann verkündete sie habe noch eine alte Kenwood Chef wurden wir hellhörig und kündeten direkt mal Interesse an. Ich hatte dann die Aufgabe die Maschine zu pruefen und weil diese genau zu passen scheint sowie gut lief habe ich sie sicher in einen Karton verpackt und den Versand vorbereitet.

Am Sonntag (06.12.2015) haben wir es dann sehr ruhig angehen lassen und ich wurde mit einem English Breakfast verwöhnt. Zum Frühstücke kam noch eine Freundin meiner Tante, die auch sehr unterhaltsam war. Nach einem fröhlichen Frühstück bin ich noch einmal zum Morissons losgezogen im noch einen Whisky zu kaufen. Dort war der Talisker Skye im Angebot für £25. Ein ziemlich guter Preis. Auch wenn ich generell Talisker nicht mag dachte ich mir, warum nicht mal was Neues probieren und bisher schmeckt er mir gut. Ach ja an dem Wochenende hatte ich auch noch richtig Glück. Meine Tante wollte eine alte, aber noch gute Daunendecke über Freecycle (das ist eine Website über die man Sachen die man nicht mehr braucht verschenken kann) abgeben, doch da ich selber derzeit keine brauchbare Decke für die Winterzeit habe durfte ich die abstauben. In diese Decke rollte ich dann den Whisky ein und schaffte es diese sogar in meinen doch recht kleinen Trolley unter zu bringen. Mittags habe ich mich dann auf den Weg nach London gemacht. Als ich am Bahnhof ankam bin ich schnell noch in den nächsten Zug gesprungen und dachte mir, lange kann’s ja nicht dauern. Von wegen! Die Briten machen an Sonntagen so gerne Arbeiten an den Zuglinien, dass sich die Fahrt auf 1 Stunde mehr als verdoppelte, weil wir von Hölzchen über Stöckchen fuhren. Endlich angekommen steuerte ich noch einmal St Martin in the Fields für ein letztes Apple Crumble an und es war wieder hervorragend. Weil ich sonst nicht mehr viel vorhatte bin ich langsam Richtung Bank gewandert um von dort die DLR nach London City zu nehmen. Ich bin zuerst Strand hinunter dann an Aldwych vorbei und weiter auf der Fleet Street, der alten Heimat der Zeitungen und Druckereien in London. Einige von euch kennen bestimmt die Geschichte des Barbieren aus der Fleet Street, der manche Herren während der Rasur etwas zu gründlich, durch den Hals hindurch, rasierte. Ich bin an einem kleinen Barbershop vorbeigekommen, der sich The Demon Barber of Fleet Street nennt. Ob das dem Geschäft wirklich zuträglich ist? Ich weiß ja nicht. Bei St. Pauls angekommen wurde ich durch deren Glocken Lärm fast taub. Ich kann den Hype um diese Kirche einfach nicht verstehen. An Bank angekommen habe ich dann den Zug nach London City genommen und war 2 Stunden zu früh da, aber das hat mir nicht viel ausgemacht Ich habe mir in der Flughafenbar ein Bier gegönnt, dass ich dort nie erwartet hätte. Es war das Three Hop Lager der Caledonian Brewery aus Edinburgh, eines meiner Lieblingsbiere. Ich habe mir natürlich auch wieder die Whiskypreise im Duty-free-Shop angeschaut, aber die werden so langsam wirklich zu einer reinen Beleidigung. Die sind ca. 40% über den Durchschnittspreisen in Deutschland gewesen und fast so hoch wie die Preise in Irland. Der Flug war erneut recht ereignislos. Ich hatte wohl das richtige Wochenende für meinen Trip gewählt dann an diesen Tagen wurden Irland und Schottland von dem Sturm Desmond ziemlich hart getroffen und auch der Norden Englands blieb nicht unverschont. In York trat der Fluss Ouse über die Ufer und in das Stadion von Carlisle United steht unter Wasser. Als ich in Cork ankam war es zwar kühl aber ansonsten ganz ok.