Ein wenig mehr interessantes

Am letzten Sonntag (14.06.2015) bin ich schon wieder um 6:00 Uhr aufgewacht und wusste nicht was ich tun sollte. Aber da wir wundbares Wetter hatten wollte ich nicht drinnen bleiben. Nach kurzem hin und her überlegen habe ich dann mein Fahrrad ausgepackt und zusammen gebaut. Dann bin ich nach Cobh (gesprochen Cov) gefahren. Um dorthin zu kommen musste ich mit der Fähre einen Arm der natürlichen Bucht überqueren an deren Ende Cork liegt. Cobh ist ein kleines Städtchen, das sehr hübsch aussieht, da ich mit dem Fahrrad unterwegs war und ich mein Mädchen nicht gerne unbeaufsichtigt abstelle bin ich nur einmal durch gefahren, habe gedreht und bin dann schon wieder zurück gefahren. In Cobh hatte zu der Zeit ein großes Schiff angelegt und einen haufen Touristen ausgespuckt. Irgengwie passte dieses riesen Schiff nicht in die Idylle von Südirland und dem kleinen Hafenstädtchen. Auf der hinfahrt hatte ich nicht die richtige Fahrrad Route erwischt und bin so die erste Hälfte nur an Straßen entlang geradelt. Aber auf dem Rückweg erwischte ich den richtigen weg. Es war eine stillgelegte Eisenbahnstrecke. Da es zu der zeit schon 11 Uhr war, war die leider relativ bevölkert. Die meisten haben sich gut verhalten, aber es gibt immer ein paar die denken der Weg gehöre nur ihnen. Zum Glück waren das nur sehr wenige. Zurück zu Hause habe ich dann Stoofvlees gekocht. Das ist ein flämisches Gericht bei dem Rindfleisch lange geköchelt wird bis es schön mürbe ist. Ich habe vorher noch eine Flasche belgisches Dunkelbier kaufen müssen, da das angeschmorte Fleisch damit abgelöscht wird. Es war erstaunlicherweise äußerst schwer ein solches hier zu bekommen. Am Ende habe ich dann eine Flasche Chimay gefunden. Ich war mir sicher, dass ich hier mal in einem Laden war, der ne gute Auswahl hatte, aber ich konnte mich beim besten Willen nicht dran erinnern welcher das war. Ich habe dieses Stoofvlees für das International Food Festival bei uns auf der Arbeit gemacht.

Am Abend bin ich einer Einladung von Lefre und Eamonn gefolgt. Das ist das Paar bei denen ich die erste Woche im AirBnB verbracht habe. Meine eigene Wohnung ist nur 4 Gehminuten entfernt. Sie hatten mich eingeladen mit ihnen einen Jameson zu öffnen. Gut erzogen wie ich bin habe ich natürlich auch meine Whiskies mitgebracht, zum Cross Tasting. Als ich dort ankam hatten sie schon alles vorbereitet und auf dem Tisch stand ein Jemeson Special Reserve. Sehr lecker mit Noten von Vanille und Honig. Auch meine Schotten hatten guten Anklang gefunden. Ich hatte den beiden auch von meinem Stoofvlees erzählt und sie meinten nur warum ich nicht zu Bradleys gegangen sei für das Bier. Da viel es mir dann wie Schuppen von den Augen, das war der Laden mit der guten Bier Auswahl. Sie meinten auch: wenn Bradleys es nicht hat, dann hat es keiner in Cork. Das war ein echt schöner Abend und ich freue mich schon auf den nächsten.

Am Montag (15.06.2015) hatten wir bei uns auf der Arbeit das International Food Festival. Jeder sollte etwas aus seinem Heimatland mitbringen. Ich hatte mich für die Flämische Karbonade entschieden und habe über die Hälfte wieder mitgenommen. Lucky me, damit hatte ich ein sehr leckeres Abendessen. Es gab sehr viele Süßspeisen und alles was ich probiert habe hat sehr gut geschmeckt.

Ich musste mit Schrecken feststellen, dass mein Zweitanbieter für billige Telefonate nach Deutschland den Minuten preis um 400% angehoben hat. Jetzt kostet es mich statt 1 Cent 5 Cent pro Minute. Und das auch noch ohne mir Bescheid zu geben.

Am Donnerstag (18.06.2015) bin ich noch mal zu meiner neuen Bank gegangen. Ich bin zur KBC Ireland gewechselt. Die KBC ist eine belgische Bank die schon seit 43 Jahren in Irland ist und vor einem Jahr auch ins Endkunden Geschäft eingestiegen ist. Die haben gute Öffnungszeiten, donnerstags bis 19:00 Uhr zum Beispiel, und bessere Konditionen als die andern Banken. Ich hatte ein, zwei Fragen zu meinem neuen Konto und habe sehr freundlich alle beantwortet bekommen. Danach bin ich noch mal zurück zur Arbeit gegangen um auch dort meine Daten zu ändern. Dort habe ich dann noch unsere Area Managerin getroffen, die hatte mich für meine Stelle interviewed und wir hatten uns kurz unterhalten.

Am Samstag habe ich mich noch mal mit meiner Kollegin Tanja aus Litauen getroffen. Wir hatten gemeinsam gestartet aber weil wir jetzt in unterschiedlichen Teams und Schichten arbeiten hatten wir uns nur noch sporadisch unterhalten können. Wir hatten uns in der City getroffen und nachdem wir uns im English Market leckere Smoothies gekauft haben sind wir zu einem kleinen Spaziergang aufgebrochen. Der hat sich dann doch etwas länger gezogen und ich habe sie noch zu einer Wohnungsbesichtigung begleitet. Danach sind wir in einen netten Pub gegangen. Das Golbergs auf der Victoria Road wäre mir wahrscheinlich nie unter gekommen wenn wir nicht durch Zufall dort vorbei gelaufen wären, da es nicht wirklich zentral gelegen ist. Der Pub ist sehr gemütlich und das Essen ist gut. Ich hatte einen sehr schmackhaften Büffel Burger und ein gutes Bier aus Tipperary.

Abends bin ich dann wieder zu den InterNations gegangen. Es war sehr angenehm und ich bin bis 23:30 dort gewesen. An dem Abend gab es in der Bar in der wir waren ein Promotion Aktion von Absolut Vodka. Die hatten vier verschiedene Vodkas dabei und haben mit dir zusammen einen Cocktail entwickelt der dir am besten schmeckt. Ich habe mir insgesamt drei mixen lassen und die waren alle sehr lecker, vor allem weil sie gratis waren.

Heute (21.06.2015) habe ich mich ein wenig in der City rumgetrieben und diesen Artikel geschrieben. In letzter Zeit ist hier echt tolles Wetter und ich hatte in dieser Woche häufiger meine kurze Hose and als im gesamten letzten Jahr.